27.5.06

Ach so!

Schon vor einiger Zeit hatte ich gehört, daß es in Seoul eine Bäckerei geben soll, die auch richtiges Mischbrot im Angebot hat. Denn was man normalerweise in den Supermarktregalen vorfindet, hat nicht viel mit Brot zu tun, sondern bildet eher die leichtverdauliche Grundlage für den (ebenfalls schwer erhältlichen) Käse oder die Wurst. Das Essen von kalten Sandwiches sollte man sich eigentlich sowieso abgewöhnen, denn in der koreanischen Küche wird morgens, mittags und abends warm gegessen.

In Hangangjin (ungefähr 10 Minuten Fußweg von der gleichnamigen U-Bahn Station in Richtung Dankook University laufen) beginnt für einen brotverwöhnten Mitteleuropäer das Paradies und heißt schlicht: "Ach so!" Der Mann hinter der Theke spricht tatsächlich deutsch, hat auch einige Jahre in Deutschland gelebt und das gute Brot nach Korea gebracht. Eine Pioniertat - und allein dafür sollte es schon Beifall geben.

Doch es kommt noch besser. Wer Kaffee trinken möchte, kann das auch gleich dort tun. Es gibt eine kleine Auswahl an verschiedensten Kuchen und Torten, dazu ungefähr 10 Brötchensorten und 2-3 Brotsorten. Die Laugenbrezeln hätte ich beinahe vergessen. Im Zeitschriftenständer liegen ein paar ältere SPIEGEL- und STERN-Ausgaben aus. Man fühlt sich ein bißchen wie zu Hause. Das Beste aber ist die Kundenkarte, bei der man als Stammkunde 5% Rabatt auf seine Einkäufe bekommt.

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