13.6.06

Zähl die Stunden

Das Spiel Südkorea gegen Togo werde ich mir in wenigen Stunden mit einigen Dutzend Koreanern in einem "Hof" (Kneipe) anschauen. Ich zähl schon die Stunden rückwärts. Erstaunlich viel rote T-Shirts liefen heute auf den Straßen entlang, so daß ich nicht drum herum kam, mir endlich dieses...

... zu kaufen. So lange hatte ich schon sehnsüchtige Blicke im Laden drauf geworfen. Und heute muss es einfach rot sein. Ein anderes rotes T-Shirt verkauft sich derzeit übrigens ebenfalls bestens und zwar mit einem Schriftzug, dessen Sinn sich erst nach längerem Nachdenken entschlüsselt: "Be the Reds!" (Sei die Roten. Sei=Singular, die Roten=Plural) Heißt das jetzt, daß die Südkoreaner alle ein bißchen schizophren sind?

Und dann passierte noch folgendes: Ein Student, den ich nach seinem Tipp für den Ausgang des Spiels gegen Togo gefragt hatte, sagte mir: "2:0" - "Für Korea?" - Nein, nein, für Togo!" So geht das aber nicht mit dem Patriotismus. Das üben wir gleich nochmal: "Tae-han-min-kuk!"

P.S. Ganz schön viele : in nur einem Posting.

4 Comments:

At 14/6/06 01:07, Anonymous Anonym said...

Herzlichen Glückwunsch zum ersten Sieg, auch wenn die Fußballjournalisten mehr Tadel als Lob für den Auftakt austeilen.

Da es für uns kaum möglich ist, die Namen der Spieler auswendig zu lernen, haben unsere fußballbegeisterten Kollegen den Torschützen liebevoll einen Einheitsspitznamen verpasst: Shu-Soo Lee.
CaRo

 
At 14/6/06 01:10, Anonymous Anonym said...

GOTT MIT UNS !

www.patridiot.de

 
At 17/6/06 10:33, Anonymous Anonym said...

Ist der Imperativ von "be" nicht auch im Plural "be"?
MfG,
/DJ Besserwisser

P.S.: Der koreanische Schlachtruf einhält einige äußerst obszöne skandinavische Wörter.
Okay, ich verrats euch.
Der koreanische Satz ergibt auf Skandinavisch gelesen "Nimm er meinen Schwanz!". Jetzt im Ernst. Ganz ohne Mist.

 
At 20/6/06 15:25, Blogger sca said...

@anonym (#1) Netter Name. Ich musste ihn erst fünf Mal vor mich hinsprechen, bis ich auf die andere Bedeutung kam.

@ DJ Besserwisser: Grammatikalisch nicht ganz auf der Höhe der Zeit ("Nimm er..." - das ist gewissermaßen Mittelhochdeutsch), aber ansonsten ein interessantes Beispiel aus der großen weiten Welt der Sprache.

Das erinnert mich an das deutsche Wort "Küken", was ja im Schwedischen auch falsch verstanden werden kann.

 

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