22.1.07

Noch 77 Tage bis Ostern

Die Nachricht, dass der brandenburgische Kaninchenzüchter Karl Szmolinsky seine grauen Riesenkaninchen zum Stückpreis von 80 Euro den Nordkoreanern verkauft, fegte Anfang Januar 2007 durch den deutschen B L Ä T T E R W A L D.

Unterstützt Deutschland damit nicht einen der letzten verbliebenen "Schurkenstaaten" weltweit? Oder handelt es sich um einen verfrühten Aprilscherz? Wenn die Not am größten, reicht der Glaube an eine gute Wende über den Horizont hinaus.

Australiens Rabbit-Proof-Fence erlangte durch Meister Lampes Zeugungstempo immerhin eine traurige Berühmtheit. Dann doch lieber anders weiter denken:

Was darf Nordkorea im speziellen und Korea in seiner Gesamtheit vom Häschen-Import erwarten? Fällt so die innerkoreanische Grenze nicht eines schönen strahlend blauen Frühlingstages einer Heerschar deutscher Kleinnager zum Opfer, die die Grenzanlagen durch unterirdische Tunnel zum Einsturz bringen? Hat vielleicht daran schon mal jemand gedacht? Oder daran, dass das ökologische Gleichgewicht der in Korea unter Artenschutz (weil nationale Symbole für eine gesunde Natur) stehenden Tintenfische, Grillen, Bulgogis und Kalbis durch entfleuchte Import-Karnickel aus Eberswalde nachhaltig verändert wird?

Aber wir als Deutsche sehen uns natürlich ständig in der Pflicht, der Welt zu zeigen, wie man eine friedliche Revolution einleitet und durch eine anschließende Wiedervereinigung zweier Systeme, wie sie verschiedener nicht sein können, neue Absatzmärkte für die kränkelnde heimische Wirtschaft schafft. Reif dafür ist Korea eigentlich nicht, aber schon zu Ostern könnte man entlang des 38. Breitengrades in Ostasien mit dem einen oder anderen Überraschungsei rechnen, wenn mich nicht alles täuscht.

Update: Selbst Spiegel TV beleuchtet den Stall (die Garage) eines echten ostdeutschen Ein-Mann-Startup-Unternehmens, das seine Nische im Kampf gegen den Hunger auf der Welt gefunden hat. Film ab.

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