8.2.07

Festung "Hanmail"

Wer einem Koreaner eine simple E-Mail schickt und auf eine schnelle Antwort wartet, stößt nicht selten auf eine Mauer des Schweigens. Unhöflich sind die Koreaner keineswegs und auch nicht zu faul zum Antworten. Nur haben ungefähr 90 % der Bevölkerung sich hier eine E-Mail-Adresse bei "Hanmail" oder "Naver" eingerichtet, den beiden größten Internetportalen des Landes. Diese beiden E-Mail-Dienste stehen - wenn ich richtig informiert bin - noch weit vor Yahoo oder MSN im Pageranking stehen.

Zur Firmenpolitik dieser beiden populären Portale scheint zu gehören, den Mitgliedern ein höchstes Maß an Sicherheit vor Spam-Mails und Werbung zu garantieren. Ich habe schon unzählige Male meine E-Mails zurückbekommen, weil sie von dem koreanischen Computersystem als Spam eingestuft wurden.

Das Problem existiert auch im umgekehrten Falle, nämlich dann, wenn ich E-Mails von Koreanern bekomme. Allerdings werden sie bei mir im Unerwünscht-Ordner meines Postfachs abgelegt, so dass ich sie ohne größere Schwierigkeiten in den regulären Posteingang verschieben kann. Ich muss nur die Spam-Ordner im Blick behalten, dann funktioniert alles bestens.

Interessanterweise besitzen Koreaner, die längere Zeit im Ausland leben oder gelebt haben, eine Zweitadresse bei einem internationalen E-Mail-Dienstleister, um diesem Problem aus dem Weg zu gehen.

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