14.2.07

Kleiner Etappensieg

Eine Annäherung in den Verhandlungen bei den Sechs-Parteien-Gesprächen über das nordkoreanische Atomwaffenprogramm scheint sich abzuzeichnen, schrieb die "Zeit" gestern.

Allerdings geschieht das aus rein strategischen Erwägungen heraus und nicht in der Absicht, den permanent schwelenden Konfliktherd in Ostasien vollständig zu löschen. Da der Iran verstärkt ins außenpolitische Zentrum der amerikanischen Außenpolitik gerät, versucht man die "Achse des Bösen" auseinander zu dividieren. Der "Zeit"-Autor meint dazu:
Zurzeit wagt Washington keine große militärische Konfrontation mit Iran, aber wer sie vorbereiten will, muss diesen Ring schwächen - auch indem er Nordkorea herausoperiert.
Für Nordkorea bedeutet das, dass das Land erneut mit humanitären Hilfsleistungen aus dem Ausland rechnen kann, obwohl es die Bombe besitzt. Natürlich gibt es Stimmen, die befürchten, dass sich Nordkorea in seiner strikten Abschreckungstaktik und seiner konsequenten Weiterführung von Atomwaffenversuchen nur bestätigt fühlt. Solche Meinungen werden insbesondere von denen vertreten, die sich weit weg vom eigentlichen Geschehen befinden und in abgeschotteten Konferenzräumen das Wohl und Wehe der Weltordnung Tag für Tag neu durchexerzieren.

Die Südkoreaner dürfte der Verlauf der Verhandlungen hingegen erleichtert aufatmen lassen, auch wenn man diese Aussage sicher nicht pauschalisieren sollte. Man ist wieder im Gespräch miteinander und geht in kleinen Schritten aufeinander zu.

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