18.3.07

Schneewittchen-Déjà-vu

Im Spielfilm "Déjà-vu - Wettlauf gegen die Zeit" ermittelt ein Agent die Hintergründe eines Terroranschlags und bekommt bei einer geheimen Spezialabteilung eine neuartige Software vorgeführt, die es möglich macht, Szenen aus der Vergangenheit zu emulieren (und auch zu manipulieren).

Die Idee von Zeitreisen ist nicht neu und war schon oft ein beliebtes Thema in anderen Filmen.

Selten dämlich ist allerdings, wie die Wirkungsweise der Software in diesem Film erklärt wird. Da wimmelt es nur so von Wurmlöchern und Raum-Zeit-Krümmungen, dass sich jede alte "Enterprise"-Folge wie das lustige Palaver bei einem Kindergeburtstag anhört. Die Zeitreise-Software hieß zu allem Überfluss noch: "Schneewittchen". Da musste ich das einzige Mal laut auflachen, weil ich eine Sekunde später daran dachte, in welcher demnächst erscheinenden Filmparodie dieser Erklärungsversuch und der Softwaretitel durch den Kakao gezogen werden.

Die Frage, die sich mir dabei immer stellt: Denken die Drehbuchautoren und Regisseure strategisch so weit, dass sie in einem seriös daherkommenden Spielfilm mit ihren haarsträubenden Ideen und unglaubwürdigen Erklärungsversuchen eigentlich schon das Referenzmaterial für spätere Filmparodien säen? Oder ist das einfach nur notwendig, um den Film dramaturgisch nicht absaufen zu lassen? Ich will als Zuschauer gar nicht wissen, wie etwas funktioniert. Der Film ist Fiktion und es reicht für mich zur Information vollkommen aus, dass es für die nächsten 90 spannenden Minuten eben möglich ist, in die Vergangenheit zu gucken. Alles andere kann nur an der unbeholfenen Phantasie eines untalentierten Drehbuchautoren scheitern.

Mehr Informationen über den Film:

Bei Wikipedia.

Bei IMDb.

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