17.11.07

Mücken in Seoul

Gerade lese ich in meiner Blog-Statistik, dass irgendjemand über den Suchbegriff "mücken in seoul" auf meine Seite gestoßen ist. Dazu lässt sich folgendes sagen: Ja, es gibt die kleinen gemeinen Biester, die ab Juni (selbst hier auf dem Berg in Anam dong) auftauchen. Sie sind langsam, lassen sich leicht erwischen, dennoch gelingt es ihnen, zuzustechen.

Der Stich selbst tut im nächsten Augenblick sehr weh. Der Juckreiz ist für die nächsten Stunden viel größer als der im Vergleich zu mitteleuropäischen Mücken. Oft habe ich halbe Nächte deswegen nicht schlafen können. Dafür aber ist der Schmerz am nächsten Morgen verschwunden. In Deutschland setzt dagegen der Juckreiz nach dem Mückenstich erst später ein und kann noch einige quälende Stunden andauern.

In diesem Jahr waren die Plagegeister ausgesprochen lange aktiv. Noch vor wenigen Tagen (es war draußen nachts schon kalt) hatten wir im Schlafzimmer einige sirrende Tierchen, die sich aber sehr gut verstecken konnten und uns in den Morgenstunden den Schlaf raubten.

Abhilfe dagegen verspricht "Autan", dass wir uns aus Deutschland mitgebracht haben, aber eigentlich für den Einsatz im Freien gedacht ist. Wir nehmen es auch gar nicht. Im September kauften wir uns in einem Supermarkt eine Art "elektrisches Räucherstäbchen", dass zeitweise sogar ganz effektiv und zuverlässig arbeitete.

Man schiebt dazu ein kleines Plättchen (von der Größe einer Tablette für den Geschirrspüler) auf einen winzigen Elektro-Ofen, der die Substanz erhitzt und auflöst. Die freigesetzten Duftstoffe vertreiben dann die Mücken. In der Praxis hat das Gerät zwei Nachteile, denn erstens ist die Substanz nicht ganz geruchlos und eine Wolke Anti-Mücken-Parfüm hängt die ganze Nacht im Schlafzimmer und zweitens ist eine Tablette nach drei Stunden aufgebraucht, so dass man sich dann den Wecker stellen müsste, um aufzustehen und das Gerät neu zu bestücken.

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