17.2.08

Zelen - Bulgarische Küche mitten in Itaewon

Samstagabend: Raus aus dem eigenen Viertel und rein in das "verruchte" Ausländer-Viertel namens Itaewon. Es ist schon ein bisschen zur Gewohnheit geworden, an den Wochenenden das vertraute Gelände zu verlassen, auch die längst bekannten kulinarischen koreanischen Köstlichkeiten können keinen kenntnisreichen Kalbitang-Genießer kehrtmachen lassen. Unser Weg führt uns in die Nähe des "La Plancha", das wir schon kennen, und zwar zum "Zelen", einem bulgarischen Restaurant. Der Sinn steht uns nach Schopska-Salat, Schaschlyk und Soljanka.

Meines Wissens bedeutet "Zelen" übersetzt so viel wie "Grün" und innen schaut es auch so aus: An der Decke und den Wänden entlang ranken sich Efeu und Weinlaub aus Plastik. Schummriges gemütliches Licht senkt sich über den einzigen großen Gastraum. In dessen Mitte steht eine nackige Steinfrau. Das Restaurant platzt aus allen Nähten. Sogar ein riesiger weißer Teddybär muss zwischen zwei Sofas sitzen. Auf den schweren Holztischen liegen kleine gewebte rot und gelb gemusterte Platzdeckchen. Die Küche ist - wie in so vielen ausländischen Restaurants in Itaewon - offen und man kann den Köchen bei ihrer Arbeit zugucken.

Die koreanische Bedienung ist sehr nett und fragt freundlich, ob wir Bulgaren sind. Das Essen ist vorzüglich. Weder Reis noch Chili noch Knoblauch! Sind wir wirklich noch in Korea?

Ja. Der Blick auf die Rechnung entlässt uns wieder in die Realität und in eine kalte Februarnacht.

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