18.6.08

Luftbild

Im fernen Deutschland hat man meiner Meinung nach keine Ahnung, welche Dimensionen die "Kerzenproteste" in Südkorea gegen die amerikanischen Rindfleischimporte und die Regierungspolitik angenommen haben. Erinnert stark an die Montagsdemonstrationen 1989 in Berlin, Leipzig, Dresden...

Ich fand gerade eben in einem Foto-Blog eine sehr gelungene Panorama-Aufnahme, die den von Demonstranten bevölkerten Rathausvorplatz und eine der großen Hauptstraßen Seouls von oben zeigt.

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1 Comments:

At 22/6/08 19:58, Anonymous Anonym said...

Die Kerzenproteste haben eine Eigendynamik entwickelt. Es ist einfach ein Happening nach dem Feierabend zum Protestieren mit (von wem auch immer gut organisierten) Kerzchenschwenken zu gehen. Die Medien heizen das ganze noch an und berichten nicht gerade neutral. Immer wieder sieht man meist junge Stundentinnen, die irgenwelche Proteste kreischen. Ging es frueher noch um Freiheit und Demokratie, so geht es jetzt um Rindfleisch. Dabei werden die Grenzen ausgetastet und dann hundert mal die selben Fernsehbilder von Polizisten mit Wasserwerfern und Schlagstoecken gezeigt. Es ist schon paradox. Seit einigen Jahren fasst zum Glueck die Demokratie Fuss in Suedkorea und gerade die Freiheit dieser neuen Demokratie wird ausgenutzt, um die Regierung wegen eines relativ belanglosen Themas an den Rand des Untergangs zu treiben. Da gleicht Korea eher einer Bananenrepublik als einer modernen Wirtschaftsmacht. Dabei stehen mit den wirtschaftlichen Folgen der Oelpreisentwicklung schon dunkle Wolken am Himmel. Zudem blockieren die LKW-Fahrer aktuell die Containertransprte aus Pusan.

 

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