11.12.08

Von Mäusen und Menschen

In einer Unterrichtsstunde sollten die Studenten über ihre Gefühle sprechen und sagen, wovor sie sich fürchten oder ekeln, worüber sie sich freuen, wütend oder traurig sind. Ich schrieb einige Satzanfänge an die Tafel, um ihre Phantasie anzuregen, darunter auch den folgenden Satz:
"Wenn ich eine Spinne oder Maus sehe, dann..."
Daraufhin setzte eine Studentin diesen Satz folgendermaßen fort:
"Wenn ich eine Maus sehe, dann rufe ich alle meine Freundinnen an und wir sehen gemeinsam die Maus an."
Ich hatte eigentlich das Gegenteil erwartet und auch einige andere Studenten, denn für eine halbe Minute ging gar nichts mehr, weil alle vor Lachen am Boden lagen. Nachdem sich alle beruhigt hatten, fragte ich, warum sie ausgerechnet ihre Freundinnen zum Maus-Gucken (neudeutsch: "mouse watching" oder "public mouse viewing") einladen würde. Sie antwortete:
"Weil es in Seoul so wenig Tiere gibt. Eine Maus ist wirklich selten."
Na, das klingt doch irgendwie logisch.

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1 Comments:

At 11/12/08 14:52, Anonymous Anonym said...

Lachen ist bekanntlich gesund. Vielen Dank für diesen gesundheitsfördernden Blog-Eintrag.
Dein Mäuschen

 

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