3.3.07

Gut Bai, Vier Sechs Zwei

Das war's dann also. Gestern war mein Auszug aus dem Kabuff in der vierten Etage. Das Lotterleben im Einzelzimmer hat ein Ende. Jetzt wohne ich richtig.

Keine Sentimentalitäten, denn ich weine dem kleinen Kämmerchen keine Träne nach. Dazu war die Freude, was da auf mich demnächst zufliegt, viel größer und ich guckte gleich mal ein bisschen verliebt in die Ecken und Winkel der neuen Wohnung und malte mir dieses und jenes aus. Also mehr dieses, als jenes. (Internetlinks wieder entfernt.)

Günter Eich
hätte dann über die neue Wohnung in etwa so weitergeschrieben: "Tisch, drei Stühle, Sofa, Couchtisch, Schreibtisch, Fernsehschränkchen mit TV..." und natürlich mussten sämtliche Schranktüren der Einbauküche dreimal auf- und zugemacht werden. Der Kühlschrank summt gemütlich vor sich hin. Beim Herd muss man aufpassen, weil das brennende Gas die Angewohnheit hat, wie eine Stichflamme hochzuzüngeln.

Ich brauchte insgesamt drei Stunden für das Ausräumen, Einpacken und Schleppen, weil ich mir Zeit ließ. Außerdem hatte sich doch im Laufe der Zeit einiges an Gegenständen und Gerätschaften angesammelt. Fast alles davon musste mit. Der Hausmeister ließ sich kein einziges Mal blicken, worüber ich sehr froh war. Denn nichts ist schlimmer, als einen Aufpasser neben sich stehen zu haben, der die Zimmerschlüssel einfordert.

Beim Saubermachen des 15-Quadratmeter-Schlauchs, indem ich ein Jahr gewohnt habe, "featurede" mich Westbam musikalisch. Der kann übrigens auch kein Englisch, fiel mir beim Schrubben der Fliesenfugen mit einer ollen Zahnbürste auf, aber dafür sind seine Stücke so herrlich eintönig, dass man gar nicht merkt, wie die Zeit vergeht.

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