16.11.07

Tage wie dieser

Heute war nicht Freitag, der 13. Aber als ich bei der Post eine Postkarte aufgeben wollte, standen vor mir am Schalter Menschen mit Paketen an. Menschen mit Paketen an koreanischen Postschaltern bedeuten viel Arbeit für die Postbeamten. Ich zog unverrichteter Dinge weiter.

Am Bankautomaten stand ich hinter einem jungen Mann an, der es sich dort irgendwie gemütlich gemacht hatte. Während sich die Schlange neben mir am benachbarten Bankautomaten langsam aber sicher vorwärts bewegte, passierte vor mir gar nichts. Immer wieder schob der Kunde vor mir seine Geldkarte in den Automaten, die aus unerfindlichen Gründen wohl nicht funktionierte, dann wieder sein grünes Bankbuch, kratzte sich am Kopf, führte ein Handygespräch und ging plötzlich weg. Ich trat näher an den Automaten heran und erkannte eine Fehlermeldung auf dem Bildschirm. Geld konnte ich nicht mehr abheben.

Als ich dann weiter hastete, um noch einigermaßen rechtzeitig zu einer Verabredung zu kommen, rempelte mich ein dicker kleiner bebrillter Koreaner von vorne an, der mit abgespreiztem Arm ein Handy in der Hand hielt und dem ich wegen seines eigenwilligen Laufstils leider nicht ausweichen konnte. (Das Wort "Geschwindigkeit" gibt es übrigens im Koreanischen nur für Autofahrer, aber nicht für Fußgänger.)

Ich habe mir geschworen, dass ich ab jetzt nach den Grundsätzen "Knorkators" lebe.


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