
Die letzten Tage in Seoul kommen mir vor wie ein einziges langes Schaulaufen. Die Stadt zeigt sich von seiner besten Seite. Ausnahmslos alle Leute, die ich kenne, sind nett und zuvorkommend mir gegenüber. Das macht das Abschiednehmen nicht leichter. Es kommt mir so vor, als würden es alle darauf anlegen, mich so gut wie möglich zu behandeln. Jedenfalls nehmen die Einladungen zum Essen und Geschenke kein Ende. Ich genieße das, denn es war nicht immer einfach hier zu leben. Insofern ist das, was sich jetzt erlebe, ein schöner Ausgleich.
Jemand meinte letztens, dass ich die Schwierigkeiten, die ich hier gehabt habe, vergessen und nur die schönen Erinnerungen mit nach Deutschland nehmen solle. Ich denke, das wird ganz automatisch passieren. Der Mensch ist von Natur aus so angelegt, dass er Unangenehmes ausblendet.
Labels: Aufenthalt, Essen, Geschenk, Korea, Koreaner
2 Comments:
Meine Gedanken vor 1 1/2 Stunden, als Du es mir erzähltest, wurden zu Deinen Worten.
maro
Ja, das ging mir ganz genauso. Alles war schon weggeschickt - und plötzlich saß ich da mit einem Haufen Geschenke, die eigentlich auch fast alle viel zu groß waren um mal eben so noch im Koffer Platz zu finden.
"nur die schönen Erinnerungen mit nach Deutschland nehmen"
Ich glaube, das ist wirklich das bewusste oder ubewusste Ziel der Einladungen und Geschenke. Alle wollen, dass du dich an sie erinnerst, bleibend und angenehm.
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